Die Feuerwehr Illingen hat 12 Feuerwehrangehörige bei einem Türöffnungsseminar mit verschiedenen Zugangsmöglichkeiten in ein Gebäude bei Einsätzen geschult.

„Hilflose Person in Wohnung“ oder einfach „Türöffnung“! So heißen oftmals Einsatzstichwort zu dem heutzutage immer öfter die Feuerwehr alarmiert wird. Dann muss in den meisten Fällen ein schneller Zutritt zu einer Wohnung geschaffen werden, wenn Menschenleben oder Sachwerte in Gefahr sind.

Brennt es in einer Wohnung, verschafft sich die Feuerwehr sehr schnell Zugang, meist zerstörerisch, zum Gebäude. In den meisten Fällen, in denen sich zum Beispiel eine hilflose, bewusstlose, erkrankte oder verletzte Person in einer Wohnung befindet und die Türe zu dieser Person von niemandem geöffnet werden kann, ist es Aufgabe der Feuerwehr sich Zugang für den Rettungsdienst und Notarzt zu der Person zu verschaffen, um deren Rettung und Versorgung zu ermöglichen.

Damit die Feuerwehr dieses Einsatzszenario schnell, effektiv und mit möglichst minimalen Schaden abarbeiten kann, ist es notwendig hier entsprechend ausgebildet zu sein. Insgesamt 12 Feuerwehrangehörige der Feuerwehr Illingen besuchten am einem Samstag Ende Oktober ein spezielles „Türöffnungsseminar“ in Feuerwehrgerätehaus in Uchtelfangen.

Zunächst wurden die Teilnehmer mit den rechtlichen Grundlagen für eine Türöffnung vertraut gemacht. Das ist gerade bei solchen Einsätzen sehr wichtig, denn hierbei werden Grundrechte eingeschränkt. Danach wurde im Seminar verschiedenste gewaltfreie Öffnungstechniken (nicht zerstörend) gezeigt und geübt. Ein nächster Ausbildungsteil war das gewaltsame Öffnen, welches mit verschiedenen Sicherheitsstufen vorgestellt wurde. In den Praxisteilen konnten die Seminarteilnehmer an Türmodellen, welche von der Schreinerei Johänntgen hergestellt wurden, intensiv üben. Das Ausbilderteam Sascha Cattarius und Roland Rachor legten in dem Seminar absoluten Wert auf „Einfachheit“ und „Feuerwehrpraxis“. Dabei vermittelten sie den Grundsatz: Zuerst umfassend erkunden, dann primär versuchen sich „gewaltfrei“ mit einfachen Mitteln Zugang zu verschaffen und erst, wenn dies nicht möglich ist, sich Zugang mit „zerstörenden“ Mitteln zu verschaffen. Hierbei aber möglichst geringen Schaden zu verursachen. Im Verlauf des Seminars brachten die Ausbilder immer wieder Praxisbeispiele aus dem Bereich des Feuerwehralltags.